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StadtGrün naturnah
Geretsried bewirbt sich um das Label

Das Label "StadtGrün naturnah"

Bundesweites Projekt schafft Impulse für mehr Natur in der Stadt
Geretsried ist eine von bundesweit 16 Kommunen, die vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ (Bündnis) für die Teilnahme am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ ausgewählt wurde. Das Bündnis zeichnet mit dem Label kommunales Engagement zur Förderung der biologischen Vielfalt aus. Honoriert werden beispielsweise die Verwendung heimischer Arten bei der Baumpflanzung oder die Anlage von Blühwiesen im innerstädtischen Bereich. Start des einjährigen Labeling-Verfahrens war der 1. Oktober 2019.

Was bedeutet überhaupt biologische Vielfalt?
Biologische Vielfalt oder auch Biodiversität bedeutet „Vielfalt des Lebens“. Das beinhaltet nicht nur die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten, sondern auch unterschiedliche Lebensräume und die Vielfalt innerhalb der Arten.

Warum ist der Erhalt der biologischen Vielfalt so wichtig?

Das Schwinden der Biodiversität zählt zu den Entwicklungen, die das Überleben der Menschheit gefährden. Dabei geht es nicht um einzelne Pflanzen oder Tiere und ihren Eigenwert, sondern um ihre Funktionen für die jeweiligen Ökosysteme und damit für uns Menschen. Ökosystemleistungen, so heißt das Zauberwort, mit dem Wissenschaftler vermitteln, das im Zusammenspiel der Lebewesen eines Ökosystems Stoffe produziert werden, ohne die wir Menschen nicht überleben können: Springschwänze zersetzen abgefallene Pflanzenteile, Mistkäfer zersetzen Kothaufen und machen sie gemeinsam mit vielen anderen Organismen wieder zu Nahrung für Pflanzen, Insekten bestäuben Blüten, die nur so zu Früchten werden, Blattläuse produzieren Nahrung für andere Insekten, die Singvögeln als Nahrung dienen, der lebendige, von Milliarden Mikroorganismen belebte Boden filtert schmutziges Wasser, aus dem wir Trinkwasser gewinnen und so weiter. Hinter all diesen Dienstleistungen stehen tausende und Abertausende von Arten, die wir zum Teil gar nicht kennen wie etwa die vielen winzigen Bodenlebewesen, ohne die wir weder sauberes Wasser noch nährstoffreichen Humus hätten und auch keinen Boden mit Schwammstruktur, der Regengüsse aufsaugt und uns vor Überschwemmungen und Erosion schützt. Diese Leistungen der Ökosysteme scheinen uns so selbstverständlich, so natürlich eben, dass wir uns gar nicht klarmachen, dass ein ganzes Netz von unterschiedlichen Lebewesen daran beteiligt ist und dass wir gut daran tun, dieses Netz nicht aus Unkenntnis zu zerreißen. [….] Wir müssen uns klarmachen, dass wir die Fähigkeit der Ökosysteme zur Selbstreparatur nicht einfach als selbstverständlich voraussetzen dürfen. Die Widerstandskraft gegen Störungen in Ökosystemen kann schwinden!“, Auszug aus „Das Sterben der anderen“, München 2019 von Tanja Busse


Mehr Infos unter:
www.stadtgruen-naturnah.de

Maßnahmen der Stadt Geretsried - Erstes Treffen der lokalen Arbeitsgruppe

Am 14.01.2020 fand im kleinen Sitzungssaal des Rathaus Geretsried das erste Treffen der lokalen Arbeitsgruppe StadtGrün naturnah statt. Teilgenommen haben Vertreter des Stadtrats, des Bund Naturschutz, des Landesbund für Vogelschutz, des Imkervereins, des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und der Stadtverwaltung.

Frau Domany vom Umweltamt erläuterte das Projekt, stellt den Ablauf und die weiteren Termine dar. Die Grundlage für die weiteren Maßnahmen - eine gründliche Bestandserfassung - wurde an Hand des von der Label-Vergabestelle vorgegebenen Erfassungsbogens vorgestellt. Ein kurzer Exkurs zum Thema städtisches Geoinformationssystem Thema Grünflächen gab Einblicke in das Handwerkszeug für die Erfassung. Die Broschüre „Handlungsfelder für mehr Natur in der Stadt“ wurde verteilt.

Der Vorschlag für das weitere Vorgehen, jeder Teilnehmer könne sich in dem ausgehängten Grünflächenplan einen Bereich aussuchen, den er genauer untersuchen möchte, wurde gut aufgenommen. Die Detailpläne dafür werden vom Umweltamt verschickt. Einige Teilnehmer folgten dem Vorschlag und werden beim nächsten Treffen darüber berichten.

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inken.domany@geretsried.de

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