Aktuelles aus Geretsried
Es ist eines der bedeutendsten Bauvorhaben der kommenden Jahre: Die bisher auf zwei Standorte verteilte Mittelschule soll am Schulzentrum in der Adalbert-Stifter-Straße zusammengeführt werden. Dazu wird die Adalbert-Stifter-Schule erweitert und generalsaniert. Am 12. Februar 2026 wurde die Bautafel aufgestellt.
Der Neubau soll dieses Jahr starten und nach etwa zwei Jahren Bauzeit fertig sein. Im Anschluss folgt die Sanierung des bestehenden Hauptgebäudes bis Sommer 2031.
Die Mittelschule wird danach Platz für insgesamt 25 Klassen plus drei Sonderklassen, inklusive aller Fachräume, Mensa, Speiseraum und Räumlichkeiten für den Ganztagesbetrieb bieten.
Das Bauvorhaben im Überblick
August 2025: Vorabmaßnahmen, Verlegung des Fahrradweges
Frühjahr 2026: Freimachung des Geländes, Baubeginn
Mitte 2029: Fertigstellung des Neubaus
Die Schülerinnen und Schüler der Adalbert-Stifter-Schule und die Musikschule ziehen dann in das neue Erweiterungsgebäude. Anschließend folgt die umfassende Sanierung des Bestandsgebäudes.
Sommer 2031: Fertigstellung der Gesamtmaßnahme
Die Musikschule zieht zurück in ihre angestammten Räumlichkeiten im Dachgeschoss. Die Karl-Lederer-Schule wechselt an den neuen gemeinsamen Mittelschulstandort an der Adalbert-Stifter-Straße.
Wie wird die neue Mittelschule aussehen?
Das Architekturbüro Haindl und Kollegen aus München verfolgt das Konzept einer „Schule im Wald“. Dabei nimmt das Gebäude die Umgebung bewusst auf: Fichtenholz, gedeckte Grüntöne und großzügige Glasflächen schaffen eine natürliche, ruhige Atmosphäre, die den Wald in die Schule holt.
Die Außenanlagen sind so konzipiert, dass Lernen im Freien eine Selbstverständlichkeit wird. Ein Schulgarten als „Klassenzimmer im Grünen“, klimaresistente Bäume und neue Grünflächen ersetzen versiegelte Flächen und gleichen Eingriffe in den Bestand aus. Damit entsteht eine Schule, die sich perfekt einfügt – eine Schule, die zur Landschaft gehört, in der sie steht.
Vorbereitende Rodungsarbeiten für den Erweiterungsbau an der Adalbert-Stifter-Schule
Für den beschlossenen Erweiterungsbau an der Adalbert-Stifter-Schule sind vorbereitende Rodungsarbeiten im Bereich des Baufeldes erforderlich. Diese müssen vor dem 01. März 2026 abgeschlossen sein, um den vorgesehenen Bauzeitenplan einhalten zu können und zugleich den gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Nist- und Brutzeiten von Vögeln gerecht zu werden.
Die Regierung von Oberbayern hat hierzu eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt. Darin wird bestätigt, dass die vorgesehenen Baumfällungen nicht förderschädlich sind, auch wenn der Stadt Geretsried zum jetzigen Zeitpunkt noch keine formelle Förderzusage vorliegt. Die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau wurde am 12. Januar 2026 erteilt. Die Zufahrt zur Baustelle ist über ein stadteigenes Flurstück und die eingerichtete Baustraße gesichert.
Die notwendigen Rodungsarbeiten wurden über eine Vergabeplattform im Rahmen einer freihändigen Vergabe ausgeschrieben. Der Bau- und Umweltausschuss des Geretsrieder Stadtrates hat in seiner Sitzung am 20. Januar 2026 die eingegangenen Angebote geprüft und die Ausführung der Rodungsmaßnahme an die Firma Hubert Mayr aus Kochel vergeben.
Für die gemäß Geretsrieder Baumschutzverordnung zu ersetzenden Einzelbäume (63) konnten bereits Ende 2025 erste Ersatzpflanzungen an der Mittagsbetreuung der Karl-Lederer-Grundschule vorgenommen werden (8 + eine weitere im kommenden Frühjahr). Darüber hinaus wurde ein sukzessives Vorgehen vereinbart, wonach sämtliche Ersatzpflanzungen spätestens ein Jahr nach Fertigstellung des Gesamtbauvorhabens abgeschlossen sein müssen. Die insgesamt 92 Ersatzpflanzungen können verteilt im gesamten Stadtgebiet erfolgen und sind dem Landratsamt abschließend in Form einer Übersichtsliste nachzuweisen.
Die südlich des Bestandsgebäudes zu fällenden Bäume sind als „Wald“ eingestuft. Sie werden in der Fläche gerechnet und ausgeglichen, es handelt sich um 40 Bäume. Sie müssen teilweise durch entsprechende Ersatzmaßnahmen kompensiert werden. Derzeit finden Abstimmungen mit dem AELF statt, ob die gesamte Fläche ausgeglichen werden muss. Im Zuge der Bauvorbereitung wird ein rund fünf Meter breiter Streifen am Waldsaum gerodet. Dieser dient der notwendigen Zuwegung zur Baustelle für den ersten und insbesondere für den zweiten Bauabschnitt. Der Beginn der Rodungsarbeiten ist ab dem 14. Februar geplant.