Rathaus Geretsried im Winter mit Schnee und Tannenbaum | © Stadt Geretsried
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Aktuelles aus Geretsried

Bauen
Abriss des alten Hallenbades gestartet
28.01.2026

Im Januar 2026 hat der Rückbau des alten städtischen Hallenbades an der Jahnstraße begonnen. Mit dem Abriss des baulich abgängigen und nicht mehr zeitgemäßen Gebäudes schafft die Stadt Geretsried die Voraussetzung für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur. Die frei werdende Fläche dient als Grundlage für die Neugestaltung des Sportareals am Isarau-Stadion gemäß des städtischen Sportentwicklungskonzeptes.

„Der Abriss des alten Hallenbades ist ein notwendiger Schritt, um Raum für eine zukunftsfähige Entwicklung zu schaffen“, so Geretsrieds Erster Bürgermeister Michael Müller, „wir handeln hier vorausschauend, um langfristig dringend benötigte Sportflächen zu sichern und die Weichen für eine moderne und leistungsfähige Sportinfrastruktur – auch in Zukunft – zu stellen.“

Strukturierter Rückbau mit Schadstoffsanierung und Wiederverwertung mineralischer Materialien

Mit den Abbrucharbeiten wurde die Max Wild GmbH aus Berkheim beauftragt. Das Auftragsvolumen für den Abriss beläuft sich auf 328.000 Euro. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten: Zunächst wird das Gebäude bis Mitte / Ende Februar vollständig entkernt. Im Anschluss erfolgt der Rückbau der Gebäudehülle mithilfe eines Abrissbaggers. Die Fertigstellung dieses Bauabschnitts ist für das 2. Quartal 2026 vorgesehen. Die Verfüllung der Baugrube ist im 2./3. Quartal geplant. Dabei wird mineralisches Material vor Ort gebrochen und wiederverwendet. Weiteres Material wird – nach Freigabe durch die zuständigen Behörden – mit dem Aushub der benachbarten Baustelle Adalbert-Stifter-Mittelschule eingebracht.

Im Vorfeld des Abrisses wurde eine umfassende Schadstoffanalyse durchgeführt. Diese ergab überwiegend unproblematische Befunde. Asbesthaltige Bestandteile der Putzfassade werden vorab im BT-Verfahren abgeschliffen, PAK-haltige Anstriche entfernt. „Der Rückbau erfolgt strukturiert und fachgerecht in mehreren Abschnitten. Besonderes Augenmerk liegt auf der ordnungsgemäßen Schadstoffsanierung sowie der Wiederverwertung mineralischer Materialien direkt vor Ort“, ergänzt der für das Projekt in der Stadtverwaltung zuständige Bautechniker Moritz Proksch. Die komplette Baustelle wird während der Umsetzung der Arbeiten videoüberwacht.

Die Entsorgung der Abbruchmaterialien inklusive Containerdienst erfolgt durch das Unternehmen J. Ehgartner GmbH aus Geretsried in enger Abstimmung mit der Abrissfirma Max Wild GmbH. Das Auftragsvolumen hierfür beträgt 92.250 Euro.

Zukunftsorientierte Neugestaltung des Isarau-Areals

Mit dem Rückbau wird eine zentrale Fläche im Stadtgebiet frei, die künftig für eine Neugestaltung des Areals genutzt werden soll. Grundlage hierfür ist das vom Geretsrieder Stadtrat beschlossene Sportentwicklungskonzept 2022–2035, das als verbindlicher Handlungsrahmen für Verwaltung und Politik dient. Der Abriss des alten Hallenbades ist ein notwendiger Zwischenschritt zur Umsetzung dieses Konzepts und zur Sicherung von Sportflächen, insbesondere vor dem Hintergrund durch die S7-Verlängerung wegfallender Anlagen.

Aus diesem Grund wurde parallel zum Rückbau ein Planungsprozess zur Nachnutzung der Fläche eingeleitet. In seiner Sitzung im November 2025 hat der Geretsrieder Stadtrat die Umsetzung der sogenannten Spielfeldvariante B im Bereich des Isarau-Areals beschlossen. Diese sieht unter anderem den Neubau eines Kunstrasengroßspielfeldes sowie ergänzende Sportangebote und die Sanierung bestehender Anlagen vor. Die beschlossene Variante stellt einen umfassenden und langfristig tragfähigen Ersatz der wegfallenden Sportkapazitäten dar.

Anmeldung ausgewählter Maßnahmen zur Bundesförderung

Zur Finanzierung einzelner Maßnahmen beantragt die Stadt Geretsried Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. In der Stadtratssitzung vom 9. Dezember 2025 wurde beschlossen, die Maßnahmen am Isarau-Stadion – Bauabschnitt 3 mit Entwässerung der Laufbahn und des Spielfeldes sowie den Umbau barrierefreier Wege, Zugänge und der Beleuchtung – mit geschätzten Kosten von rund 600.000 Euro zur Förderung anzumelden. Ergänzend wurde eine optionale Förderung für einen möglichen Neubau eines Kabinentraktes vorbereitet.

Mit dem Abriss des alten Hallenbades beginnt damit ein zentraler Schritt in der langfristigen Entwicklung des Sportareals und der Sicherung einer leistungsfähigen Sportinfrastruktur für Vereine, Schulen und die Bürgerschaft im Geretsrieder Stadtgebiet.

Außenaufnahme des alten Hallenbades im Winter | © Stadt Geretsried