Rathaus Geretsried im Winter mit Schnee und Tannenbaum | © Stadt Geretsried
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Umwelt
Umwelt-Tipp: Vögel füttern im Winter
22.01.2026

Wer nicht das Glück hat, den scheuen Eisvogel in den Isarauen zu entdecken, kann ganz leicht selbst Vögel im Garten oder am Balkon anlocken. Wussten Sie zum Beispiel, dass Amseln besonders gerne Äpfel naschen? Im Januar sind auch Kohlmeisen, Feldsperlinge und Blaumeisen zu beobachten.

Was sollten Sie beim Vogel füttern beachten?

Trocken & sauber: Das Vogelfutter darf nicht nass werden. Es darf auch kein Kot ins Futter gelangen. Futtersäulen sind dafür gut geeignet!

Hygiene: Mehrere kleine Futterstellen sind besser als eine große. So breiten sich Krankheiten nicht so leicht aus. Reinigen Sie das Futterhaus regelmäßig – aber ohne Chemikalien. Am besten wird der Behälter ausgebürstet und mit heißem Wasser ausgespült.

Sicherheit: Stellen Sie die Futterstelle ganz frei auf – drei bis vier Meter vom nächsten Baum oder Gebüsch entfernt. So können sich keine Katzen, Mäuse oder Ratten in der Nähe verstecken. Ein Maschendraht-Netz oder Gitter rund um das Futterhäuschen hält Tauben und Rabenvögel fern.

Mehr Tipps finden Sie auf der Website des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern!

Was macht gutes Vogelfutter aus?

Futtermischungen enthalten idealerweise Sonnenblumenkerne und Hanfsaat. Auch Haferflocken, gehackte Nüsse und kleinere Sämereien sind geeignet. Weizenkörner werden erst dann gefressen, wenn alle anderen Samen weg sind. Sie landen häufig am Boden und locken dann Ungeziefer an.

Manche Vogelarten bevorzugen Weichfutter, zum Beispiel Rotkehlchen, Amseln und Stare. Sie fressen tierische Kost, feine Sämereien oder Früchte. Wenn Sie Meisenknödel oder -ringe aufhängen, achten Sie darauf, dass es kein Plastiknetz gibt, im dem sich die Vögel verheddern können.

Mehr Tipps finden Sie auf der Website des Naturschutzbundes Deutschland!

Naturnahe Gestaltung für Artenvielfalt

Gut zu wissen: Wenn Vögel im Winter gefüttert werden, verlieren sie dadurch nicht die Fähigkeit, Nahrung in der Natur zu finden. Die wirkungsvollste Hilfe ist allerdings ein naturnaher Garten, der viele natürliche Futterquellen bietet.

Auf städtischen Grünflächen werden deshalb bevorzugt heimische Gehölze und Stauden gepflanzt. Zum Beispiel wachsen vor dem AWO Kinderhaus „Bärenbande“ Zwergfelsenbirne, Kornelkirsche und Schlehe. Auf dem Außengelände der Mittagsbetreuung lockt der Winterschneeball mit seinen zartrosa Blüten schon früh im Jahr Insekten an. Seine Früchte lassen sich die Vögel schmecken.

Tipps für einen vogelfreundlichen Garten finden Sie auf der Website des Bayerischen Artenschutzzentrums!

Hecken bieten Unterschlupf und Schutz. Beim Zurückschneiden machen die städtischen Mitarbeiter wenn möglich einen Teilrückschnitt, anstatt radikal auf Stock zu setzen. Benjeshecken und Totholz bieten gute Nistmöglichkeiten. Weitere Informationen lesen Sie auf der städtischen Website!

Eisvogel sitzt auf einem Ast  | © Fotoclub Geretsried e.V. Georg Dengler