< Bachelorarbeit "Partizipation für eine nachhaltige Stadtentwicklung - Das Beispiel Geretsried"

Zeitplan S-Bahnverlängerung nach Geretsried

erschienen am: 28.07.2015 / unter: S7

(letztes update 17.09.2015)

Sachstand:

Das Planfeststellungsverfahren zur Verlängerung der S-Bahn von Wolfratshausen nach Geretsried wurde am 05.12.2011 eingeleitet. Zum damaligen Zeitpunkt war die Beibehaltung des Bahnübergangs an der Sauerlacher Straße in Wolfratshausen integraler Bestandteil der Planung. In der Zeit vom 14.01.2013 bis 13.02.2013 wurden die Planunterlagen zur Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegt. Die erhobenen Einwendungen wurden zwischenzeitlich von der Deutschen Bahn abschließend bearbeitet. Die nunmehr erforderliche Erörterung bei der Regierung von Oberbayern hat noch nicht stattgefunden.

Bei den Besprechungen „runder Tisch“ Anfang 2015 im Ministerium für Inneres, Bau und Verkehr mit Innenminister, Bürgermeistern und Landrat wurde festgestellt, dass die Verlängerung der S-Bahn nur mit der Tieferlegung der Gleise realisiert werden kann. Dabei müssen sich die Städte und der Landkreis an den Tunnelkosten Stand 2009 mit 17 Mio. Euro beteiligen. Im Sinne einer sachgerechten und zukunftsfähigen Planung der künftigen Entwicklung der Stadt Geretsried macht eine Beteiligung der Stadt Geretsried an den Kosten für eine Tieferlegung der S-Bahngleise in Wolfratshausen Sinn.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beteiligt sich an den Mehrkosten mit 70 %. Die darüber hinaus aus der Region zu finanzierenden 30 % teilen sich die beiden Städte Geretsried und Wolfratshausen jeweils zur Hälfte, der von der Stadt Geretsried/ Wolfratshausen zu erbringende Anteil beträgt somit 15 %.

Zeitplan:

Ein bisher erwarteter Planfeststellungbeschluss in 2015 ist nicht mehr realistisch. Die notwendigen Umplanungen werden sich bis ins Jahr 2016 erstrecken. Anschließend werden die Umplanungen als Tektur in das Planfeststellungsverfahren eingebracht. Die DB geht davon aus, dass nicht vor 2019 Baurecht erwartet werden kann. Eine Inbetriebnahme der S7-Verlängerung wird somit nicht vor 2024 möglich sein.

 

Was ist ein Planfeststellungsverfahren?

Der Bau einer Bahnlinie erfordert ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren, welches mit einem Planfeststellungsbeschluss endet. Im Planfeststellungsverfahren werden die Behörden, deren Aufgabenbereich durch das Vorhaben berührt wird, von der Regierung von Oberbayern zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die Städte legen die Planung einen Monat lang öffentlich aus. Danach führt die Anhörungsbehörde einen Erörterungstermin mit den von der Planung Betroffenen, den Behörden sowie den Bürgern, die Einwendungen erhoben haben, durch. Die Anhörungsbehörde (hier Regierung von Oberbayern) wirkt im Erörterungsverfahren auf einen Konsens zwischen Einwendern und Vorhabenträger hin. Kann der Dissens dort nicht ausgeräumt werden, entscheidet die Planfeststellungsbehörde, das Eisenbahnbundesamt, im Planfeststellungsbeschluss über die Einwendung. Bei Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses kann mit dem Bau begonnen werden, sofern der Grunderwerb abgeschlossen ist.


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